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ISILDURS BANE & STEVE HOGARTH: COLOURS NOT FOUND IN NATURE 


VÖ: 14.04.2017
This is a PROG SENSATION for 2017!
Comprising six songs composed by IB's musical director and keyboard player Mats Johansson and Steve Hogarth (MARILLION), the richly detailed recordings feature tuned percussion, strings, woodwind, brass and voices, and within an integrated suite-like album structure. Both a departure for Steve Hogarth and a stunning return for Isildur's Bane, the album incorporates elements of Rock, traditional music, Jazz and contemporary Classical in one brilliantly unified world.

CD Digipack

Tracklist:
1. Ice Pop (6.23)
2. The Random Fires (5.16)
3. Peripheral Vision (7.00)
4. The Love and the Affair (10.34)
5. Diamonds and Amnesia (5.18)
6. Incandescent (6.50)

Line-up:
Steve Hogarth – lead & backing vocals

Isildurs Bane:
Katrine Amsler – keyboards, electronics
Klas Assarsson – vibraphone, marimba, percussion
Luca Calabrese - trumpet
Axel Croné – bass, clarinets, saxophones, flute, string arrangements
Samuel Hällkvist – guitars
Mats Johansson – keyboards
Christian Saggese – classical guitar
Kjell Severinsson – drums

All compositions by Steve Hogarth & Mats Johansson
All lyrics by Steve Hogarth
Produced by Mats Johansson

Additional musicians
Liesbeth Lambrecht – violin & viola
Pieter Lenaerts – Double bass
Xerxes Andrén – drums
John Anderberg – choir vocals (on “The Love and the Affair”)
Anneli Nilsson – backing vocals (on “Peripheral Vision”)

Mastered by Jan Severinsson


Sagam On Ringen gehörte in den späten 80ern mal kurz zum Kleinen Einmaleins der Prog-Szene. Dass Steve Hogarth fast 30 Jahre später ein Album mit Isildurs Bane aufnimmt, konnte man damals nicht ahnen. Zwei in den 70ern gegründete Progressive Rock-Bands mit Tolkien-inspirierter Namensgebung treffen aufeinander. Da heißt es, Tom Bombadil anrufen, Tüte drehen, die Welt Welt sein lassen und den Hobbits beim Musizieren lauschen…

Richard Barbieri war es, der 2013 Isildurs Bane-Bandleader Mats Johansson mit Steve Hogarth bekannt machte. Im November 2016 traten IB und Hogarth dann gemeinsam im schwedischen Halmstad auf, wo sie bereits die meisten Songs spielten, die nun das Album „Colours Not Found In Nature“ bilden. Hogarth meinte dazu, dass es ihn reize, mit einem quasi Kammerorchester aufzutreten, das kaum etwas mit dem üblichen Rock’n’Roll zu tun hat, dem er sonst verpflichtet sei.

Das Ergebnis dieser Zusammenarbeit ist gut gelungenen. „Colours Not Found In Nature“ ist ein Isildurs Bane Album, dass auf Hogarth zugeschnitten ist. Will heißen, Songsaufbau, Modulation, Rhythmus der Stücke, erinnern stark an Marillion, während das Arrangement jedoch eindeutig und wenig überraschend Richtung Isildurs Bane ausschlägt. Zunächst wollte ich schreiben, dass Hogarths Stimme das Album dominiert, aber nach mehrmaligem Hören wäre diese Behauptung falsch. Die Arrangements mit Geigen, Glöckchen (inkl. Tubular Bells), Marimba, Kontrabass ist selbstverständlich ebenso bestimmend wie des Sängers Organ. Kontrastiert wird die handgemachte Musik durch elektronische Gimmicks; mal ein Beat hier, ein Sound dort.

Hogarths Texte sind sehr persönlich. Älterwerden, der Vergangenheit nachtrauern, die Kindheit der eigenen Kinder wie im Flug vorübergehen sehen, gesünder leben (müssen). Seine Stimme ist sehr intensiv, Hogarth-Fans werden ihre Freude haben. So do I.

Mit dem 11minütigen „Ice Pop/The Random Fires“ beginnt das Album sehr lebhaft, um mit “Periphal Vision” auf die persönliche Seite zu driften. Hogarth klingt dabei zwar tiefgründig, aber bei weitem nicht so weinerlich, wie noch auf dem einen oder anderen Song der vergangenen 10, 12 Jahre. Nochmal: die handgemachte, moderne Musik der Marke Isildurs Bane und die Stimme des Marillionsängers sind kongenial. Mit „The Love and the Affair“ folgt der nächste Einblick in die Seele Hogarths und das Songwriting seiner musikalischen Partner. Die sechs Titel befinden sich alle auf einem gleich hohen Niveau, mal leichter, mal schwerer. Alles toll!

Ursprünglich war von sechs Songs die Rede, wovon drei eine Suite bilden sollen (wohl die ersten drei Titel). Auf mich wirkt aber nun das gesamte Album wie aus einem Guss, suitenartig. Ich komme nicht umher, zu vermuten, dass dies der verträumte, ätherische „Trip“ ist, den Marillion eigentlich mit Essence vorlegen wollten.

Keine Hippies, keine Rache der Hobbits, dafür ein Erlebnisalbum und ein erstes Highlight des Prog-Jahres 2017. PS: cooles Artwork.
Günter Schote/BBS - 11/15 Punkten

Format: CD | Cat-No:23900 | Price: € 16,99  



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