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PALLAS: WEAREWHOWEARE  


VÖ: 11.09.2015
CD im Jewelcase || Pallas haben sich nach der Trennung von Sänger Alan Reed mit XXV klanglich runderneuert und gleichzeitig doch ihre musikalische Tradition bewahrt. XXV war allerdings in sich nicht wirklich ausgewogen: Gab es einige echte Knalleffekte und auch einen Schuss mehr Härte als auf früheren Alben, so musste man nebenbei auch einige etwas aufgeblasen und leer wirkende Passagen im Verlauf des Albums hinnehmen. Allzu oft verlor sich damit die Dynamik und es entstand der Eindruck, dass Pallas nicht alle Stücke mit ausreichend Inhalt und Ideen füllen konnten. Dies machen sie auf wearewhoweare besser und bringen somit erstens die musikalisch angestoßene Veränderung von XXV zum Abschluss und können zweitens auf deutlich gelungenere Einzelkompositionen bauen als auf dem Vorgänger. Geblieben ist das düstere und enorm wuchtige Auftreten, die drängenden, dramatischen und teils harten Passagen, die den Stücken ihren Rahmen verleihen und diesmal von dazu passenden ruhigen Abschnitten besser ergänzt werden als auf XXV, wo letztere oft wie ein Bremsklotz oder Fremdkörper wirkten. Pallas lassen also die unglückliche Zeit von Dreams Of Men endgültig hinter sich. Keine verkrampften und umständlichen Versuche mehr, die am Ende nicht zünden wollen, sondern ein logische Entwicklung unter Einbeziehung moderner und elektronischer Elemente ist das Ergebnis auf wearewhoweare. Gut, dass man immernoch auf die typischen jubilierenden Pallas-Gitarren trifft, wie man sie schon seit The Sentinel von den Briten kennt. Das braucht man bei diesem modernisierten Pallas-Sound auch, denn so gelingt es den Schotten, ihre Wandlung souveräner oder glaubwürdiger zu gestalten als dies andere Neo-Prog-Kollegen in den letzten Jahren getan haben. Das ist ein guter Zeitpunkt, um Pallas neben den anderen Neo-Proggern wie Galahad, Arena oder Pendragon einmal einzuordnen: Bei Arena ist das Konzept des Wandels zum knallharten Neo-Prog völlig schiefgegangen, hat die Band doch jegliche musikalische Identität aufgegeben und vergessen, wo eigentlich der Schlüssel zu einem gelungenen Prog-Album liegt. Etwas besser schneiden da schon Pendragon ab, wenngleich man sich selbst bei Barrett und Co des Eindrucks nicht erwehren kann, dass man da etwas zu gewollt den eigenen Sound auf Veränderung getrimmt hat, um modern zu wirken und durch die gebotene Härte an neue Hörer zu kommen. Am besten und gleichsam überragend ist Galahad der Wandel gelungen, hat sich die Band doch der Veränderung inhaltlich genähert und eigenständige, neuartige Ideen entwickelt, die Galahad zu einem einzigartigen Bandprofil verholfen haben. So weit wie bei Galahad reicht es bei Pallas entwicklungstechnisch vielleicht noch nicht, dennoch sind die Schotten 2015 weiter als das Gros der 80er-Jahre Neo-Prog-Weggefährten und kombinieren neue Ansätze mit Bewährtem, wobei sie dramatische und vor allem in sich geschlossenere Prog-Mini-Epen bieten als zuletzt auf XXV. Shadow Of The Sun oder Dominion setzen hier die richtigen Referenzwerte, an denen sich Pallas in der Zukunft selbst messen dürfen. Und endlich bekommt der geneigte und anachronistisch veranlagte Neo-Prog-Fan auch mal wieder ein paar astreine Keyboard-Soli zu hören. Besonders lobend erwähnen sollte man den neuen Sänger Paul Mackie. Ich war immer ein Fan von Alan Reed, aber Mackie passt sehr gut zum neuen Pallas-Sound, singt sich die Seele aus dem Leib und mimt mehr als überzeugend den Rock-Sänger. Beim nächsten Mal noch den einen oder anderen Gassenhauer-Hook (erinnern wir uns an „Twentyfive good honest man“ oder „Beat the drum“) oder eben ein paar wirklich große Kompositionen, dann stehen Pallas wieder mit in der ersten Reihe. Der Trend geht mit diesem modernen und kraftvollen Power-Prog-Album auf jeden Fall wieder spürbar nach oben, wearewhoweare ist – eine Erkenntnis, aber auch ein starkes Statement. (H. Schmidt/BBS - 11/15)

Format: CD | BestellNr.:19008 | Preis: € 16,99  



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