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IZZ

Don‘t Panic LP

€22.99 * Prices incl. VAT plus shipping costs
  • 28172
  • IZZ
  • LP
  • PROGRESSIVE
  • 31.05.2019
Keine Panik! Izz sind zurück! Nach dem Abschluss ihrer Trilogie, die die Alben “The Darkened... more


Keine Panik! Izz sind zurück! Nach dem Abschluss ihrer Trilogie, die die Alben “The Darkened Room” (2009), “Crush Of Night” (2012) und “Everlasting Instant” (2015) umfasste, sind die US-Amerikaner jetzt, nach vier Jahren, endlich wieder da. Mit einem Album, das man im Zeitalter der Trilogien wohl ein Standalone-Album nennen muss. Ein Konzeptalbum ist es aber trotzdem.

Ach so! Don't Panic! Ja klar - “Per Anhalter durch die Galaxis”!

Kennt das noch jemand? Oder hat der schreckliche Film von 2005 die Geschichte aus jeglichem Gedächtnis gelöscht? Ich hab jedenfalls nicht gleich geschaltet.

Ein typisches Izz-Album ist's geworden. Das heißt, in nuce: Retroprog vom feinsten. Und ja, obwohl jener richtige Hartkernprog aus der New-Artrock-Ecke als unccol gestempelt wurde, gibt es ihn immer noch, hin und wieder sogar in herausragender Qualität. Izz sind ein zurückhaltender, aber verlässlicher Lieferant dieser Musik.

Das Album eröffnet mit dem Titelstück, dem Normalminüter "Don't Panic". Sein 6/8-Rhythmus verleiht dem Einstieg seinen Drive, und schickt uns mit ordentlich Schwung auf die Reise.

Das Herzstück des Albums bildet das über 18-minütige Epos "42". Mit ihm liefern Izz all jene Trademarks, die die Band zu einem der wichtigsten Exponenten der US-amerikanischen Prog-Szene gemacht haben. Izz düsen im Sauseschritt durch diverse musikalische Motive, so als würden wir mit dem Raumschiff a la Star Trek an episodisch wechselnden Planeten und Kulturen vorbeijetten. Die Yes-Einflüsse sind dabei derart hörbar, dass sie kein Zufall sein können: Insbesondere in Bass und Gitarre klingen die Vorbilder an - aber auch die kitschigen Keyboardsounds tragen zu diesem Eindruck bei. Auch an King Crimson wird an einer Stelle erinnert. Das ist gut gemacht, und stellt an keiner Stelle die stilistische Eigenständigkeit der Band infrage. Solche Stilzitate sind halt eines von vielen Stilmitteln, die Izz einsetzen.

Die verschiedenen Abschnitte von "42" hängen nicht immer ganz überzeugend zusammen, aber wenn ich das Stück als eine Art Reise richtig interpretiere, dass passt das durchaus zum Thema. Mein Favorit ist dennoch ein anderer: Das Instrumental "Moment Of Inertia", das einerseits schön dissonant daherkommt, und andererseits dabei kraftvoll rockt. Starkes, rauhes Gitarrenspiel liefert die Energie des Stückes, die Orgel die Breitseiten, und die Keyboards das Schnellfeuer.

"Age of Stars" ist dann wieder eher im epischen Spektrum, nutzt aber über weite Strecken einen Fünfer-Rhythmus, um die bei einem Neunminüter nötige Spannung zu erzeugen. Nach einem pathetischen Keyboardsolo und einer letzten Aufforderung der vier Sänger, nicht zu paniken, beendet der Song das Album mit einem epischen Finale.

Izz nutzen Douglas Adams' literarische Vorlage, um ein starkes Retroprogalbum zu machen. Und das ist toll, es gibt nicht so viele starke Retroprogalben. Und wer nicht viel Wert auf das Konzept dieses Konzeptalbum legt, dem dürfte das vollauf genügen. Wem aber wichtig ist, dass ein Konzeptalbum sein Konzept auch musikalisch umsetzt, der dürfte enttäuscht sein. Es fehlt schlichtweg der originelle, selbstironische Grundton der Vorlage. "Don't Panic" wird dem bizarren Stil des Kultbuchs nicht gerecht, Izz opfern dessen absurd-hintersinnige Komik einem zwar ernsthaften und gut gemachten Retroprog, der letztendlich aber nicht zum Ton der Vorlage passen will.

Wir sehen dieses Phänomen in den letzten Jahren öfter: United Progressive Fraternity mit ihrem süßlich schönen Album zur Klimakatastrophe ("Planetary Overload Part I", 2019), Marillion mit ihrem romantisch-melancholischen Protestalbum über Gier, Angst und Hass ("F. E. A. R.", 2016). Und diese Alben zeigen, mehr als alles andere: Nicht jede Musik eignet sich für jedes Thema. Man muss seine Gedanken schon auch musikalisch zum Ausdruck bringen (können!). Im schlimmsten Fall wirkt's unfreiwillig ironisch. Dann lieber ein Lyrikbändchen machen.

Bei Izz geht es nun nicht um ein gewichtiges Thema (siehe ganz oben, ähem), sondern um eine bizarre SciFi-Satire, da mag diese Diskrepanz nicht so stark in's Gewicht fallen. Zudem ist "Don't panic" ein richtig starkes Album geworden. Dennoch konnte ich mich beim Hören des Gedankens nicht erwehren, wie es klingen würde, wenn, sagen wir, Cheeto's Magazine sich einmal dieser literarischen Vorlage bedienen würden...
Nik Brückner/BBS - 12/15 Punkten

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