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AZURE

Of Brine And Angel’s Beaks

€16.99 * Prices incl. VAT plus shipping costs
  • 33524
  • AZURE
  • CD
  • PROGRESSIVE
  • 23.07.2021
‘It’s a more layered, busy, and complex release from Azure, one that sees them dive into the... more

‘It’s a more layered, busy, and complex release from Azure, one that sees them dive into the bowels of what makes their sound work and dig into its guts, moving around the pieces and seeing what comes out. And what does come out is one of the more fascinating albums I’ve heard this year and yet another brilliant release from this underrated band.’ – Eden Kupermintz (Heavy Blog Is Heavy)




Wahnsinn, wie konnte ich diese obergeile Band bisher übersehen? Die wahrscheinliche Antwort: es gibt einfach sehr viele Bands und das Publikum für Prog jeglicher Art wird nicht unbedingt jünger und zahlreicher. Die hier vorgestellten Prog-Azure sind nicht mit einer Alternative Rock Band aus Huddersfield, oder mir einem Black Metal-Duo aus Schweden zu verwechseln. Augen auf bei der Wahl des Bandnamens. Aufpassen, die aus meiner Sicht „richtigen“ Azure kommen aus Brighton, UK.


Das Artwork des zweiten Vollzeit-Albums macht Hoffnung auf eine bunte Phantasiewelt, der originelle Albumtitel (frei ins Deutsche übersetzt: „Über Salzlacken und Engelshörner“) macht Hoffnung auf leicht Verrücktes und Einfallsreiches. Auf der textlichen Ebene kann ich dieses mangels abgedruckter Songtexte nicht überprüfen. Obwohl, die Songtexte können bei den Songtiteln wie "Self-Crucifixion" kaum langweilig sein. Soviel darf vorausgeschickt werden: die Musik kann die so geweckten Hoffnungen scheinbar mühelos erfüllen.


Das kleine Manko von nicht vorhandenem CD-Heft wird jedoch durch die atemberaubend vielseitig komponierte Musik wieder wettgemacht, die auf unerklärliche und zugleich mitreißende Weise die Leichtigkeit vom verspielten Artrock mit den Stilelementen von Alternative Prog und der Energie von Heavy Metal verbindet.


Während die Gitarrenparts eher an die Virtuosen des Metal klingen, scheinen die Tasteninstrumente gleichermaßen von den 70ern und dem 80ern inspiriert zu sein. Das Verspielte in der Musik von Azur sorgte schon für die Vergleiche mit A.C.T. und Queen, während mir eher Coheed and Cambria oder The Mars Volta in den Sinn kommen, sobald Azure zur Höchstform auflaufen und die hohe Stimme des Sängers ganz besonders hochvergnügt rüberkommt. Bisweilen lässt sich die Band zu einer Abfolge von Samples und kurzen fremdartigen Einwürfen hinreißen, die die vergleichbaren Effekte in „Owner of a Lonely Heart“ leicht in den Schatten stellen.


Azure geben sich auch in einer akustischen Ballade, wie dem Titeltrack, keine Blöße. Durch die leicht exzentrischen stimmlichen Anwandlungen und die kammermusikalisch bzw. symphonisch angehauchten Arrangements verleiht die Band einer Ballade wie diese gegen Ende eine andere, eine tiefere Dimension. Diesen schwer definierbaren Eindruck habe ich bei den meisten Stücken des Albums. Das war ein Versuch, die Vielseitigkeit von Azure in Worte zu fassen. An anderen Stellen tauchen unvermittelt Marimbas, oder Harfen auf, um gleich wieder zu verschwinden. Dagegen kommen mir die Bands wie A.C.T. doch eher eindimensional vor.


Das kurze „A Night of Superlunary Gazing“ scheint die Inspiration durch den Heile Welt-Symphonic Prog zu offenbaren, bis in dem temporeichen „Self-Crucifixion“ die virtuosen Shredder-Gitarrenparts auf Progmetal mit Pop-Appeal treffen. Die oft halsbrecherische Komplexität der Stücke steht den griffigen Melodien bei Azur nicht im Wege. Das sollte man erst einmal hinbekommen. Selbst wenn sie stellenweise nach Glam Rock und Power Metal zu klingen beginnen, wie in „Ameotoko II“, bauen die Musiker ausreichend progressive Kunststückchen mit ein, um nicht ins Peinliche abzugleiten.

„Of Brine and Angel’s Beaks“ hebt jedes Mal die Stimmung. Weil es so optimistisch und zugleich raffiniert vielseitig und mitreißend komponiert und gespielt rüberkommt, beginne ich an eine bessere Welt zu glauben. Hier und da werden Azure dem sog. Heavy Prog zugeordnet. Ich hätte nicht erwartet, dass Heavy Prog so leichtfüßig und verspielt sein kann. Die positive Energie von Azure kann anstecken wirken.  


SZ/BBS- 12/15





Schaut man sich die aktuelle Szene des Progressive Rock und Metal an, so könnte man annehmen, dass die Zeiten von Hofnarren, Drachen und Einhörnern längst der Vergangenheit angehören, denn Speerspitzen des Genres, wie Haken, Leprous oder TesseracT, haben so gar nichts mehr mit den Clichés zu tun, für welche der Prog einst bekannt war. Doch dann stolpert man über eine Band wie Azure und plötzlich sind die Sagen, Mythen und Fantasygeschichten so realitätsnah wie wohl seit Mitte der 70er Jahre nicht mehr.

Schuld hieran sind nicht nur die platinblonde Targaryen-Mähne von Frontmann Christopher Sampson und das phantsasievolle Cover-Artwork von Sophie Steinmore, sondern auch die Texte der einzelnen Stücke. Mehr als ‚The Jester Who Cheated Death‘ muss ich an dieser Stelle wohl nicht sagen.


Azure sind keine Unbekannten in der Prog-Szene mehr und sollten vor allem dem ein oder anderen Euroblast-Besucher ein Begriff sein, denn sie lieferten im Jahre 2019 einen bemerkenswerten Auftritt in der versifften Elektroküche, dem Keller der Kölner Essigfabrik ab. Schon damals spielten die Briten aus der englischen Großstadt Bristol neben Stücken ihres Debütalbums „Wish For Spring“ erste Stücke ihrer neuen Platte „Of Brine And Angel’s Beaks“ und weckten die Vorfreude auf mehr. Denn so skuril die musikalische Mischung des Fünfers für manche Ohren auch geklungen haben mag, so einzigartig wirkte sie auf manch anderen. Die musikalische Mischung, die Shaz Dudhia (Keyboard), Alex Miles (Bass), Christopher Sampson (Gesang & Gitarre), Galen Stapley (Gitarre), Sol Sinclair (Schlagzeug) ihren Hörern bieten, sucht ihresgleichen.


Azure verschmelzen nämlich emotionsgeladenen Progressive Rock mit der hymnenhaften Energie des Power Metal und reichern diese Mischung mit 80er Jahre Synthie-Sounds an, die wirken, als würden sie frühen Computer-Fantasy-Rollenspielen entstammen.


Faszinierend dabei ist, dass diese Fantasy-Sounds so prominent im Mittelpunkt des azure’schen Klangkosmoses stehen, dass die virtuose Instrumentalarbeit der Bandmitglieder oft erst nach mehrmaligem Lauschen in das Bewusstsein des Hörers tritt. Denn „Of Brine And Angel’s Beaks“ ist ein kompositorisch komplexes Album, dessen einzelne Schichten erst einmal auseinanderdivergiert werden müssen.

Und so offenbart sich dem Hörer eine Welt von Seefahrern, Akolythen, Hofnarren, Quallen und japanischen Regenbringern, die in einzelnen Momenten zwar immer wieder Erinnerungen an Bands wie Iron Maiden, Marillion, Jadis oder auch an 80er Jahre Yes weckt, in ihrer Einzigartigkeit jedoch nicht wirklich mit anderen Vertretern des Genres vergleichbar ist.
Flohfisch/betreutesproggen.de 12/15 Punkte

Track list
1. A Night Of Superlunary Gazing
2. Self-Crucifixion
3. Ameotoko I – The Curse
4. The Jester Who Cheated Death
5. Lustre: Siphon Of Umbra
6. Outrun God
7. Mercy
8. Of Brine And Angel’s Beaks
9. A Sailor Will Learn
10. Cup Of Poison
11. The Jellyfish
12 Ameotoko II – Cloudburst

Azure is:
Shaz Dudhia (Keyboard)
Alex Miles (Bass)
Christopher Sampson (Vocals & Guitar)
Galen Stapley (Guitar)
Sol Sinclair (Drums)

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