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GLASS HAMMER

If

€15.99 * Prices incl. VAT plus shipping costs
  • 31384
  • GLASS HAMMER
  • CD
  • PROGRESSIVE
  • 27.09.2010
Glass Hammer haben es auf "If" wieder einmal vortrefflich vollbracht, das Verlangen nach einer... more
Glass Hammer haben es auf "If" wieder einmal vortrefflich vollbracht, das Verlangen nach einer schon längst abgeschlossenen musikalischen Epoche zu befriedigen. Der von einer tiefen Sehnsucht nach der artrockigen Glückseligkeit in der ersten Hälfte der 70er Jahre erfüllte Hörer wird bereits mit dem symphonisch-verspielten Opener "Beyond, Within" seine wahre Freude haben und in einer längst vergangenen Ära schwelgen. Wer das altersbedingt nicht bewusst miterleben konnte, wird denken, dass damals die Wände eines jeden Jugendzimmers Roger Dean-Cover geziert haben, ehe bei den diversen persönlichen Befragungen von Zeitzeugen Smokie, Suzi Quatro und Sweet als die wahren Helden der Jugend angegeben werden. In einem Anflug von Ernüchterung wird beim Ansehen der freitäglichen RTL-Nostalgie-Chartshows offenkundig, was die Jugend damals musikalisch wirklich so bewegt hat. In einem Anflug von Verwunderung erinnert man sich, doch gelesen zu haben, in welch großen Hallen Yes & Co. damals auch in Deutschland gespielt hatten, irgendwie war aber niemand dabei, den man so kennt. Seltsam, vielleicht war das Rhein-Main-Gebiet so etwas wie ein progfreier Raum in den 70er Jahren. Oder haben die positiven Glücksmomente beim eng umschlungenen Tanz mit der ersten Jugendliebe zu Smokie & Co. und die ersten dabei ausgetauschten Zärtlichkeiten die Erinnerung an den kopflastig-intellektuellen Kunstrock gar ausgelöscht? Sind die LPs, die man so für ein paar Euro auf diversen Flohmärkten ergattern kann, etwa die Platten der Leute, die gleich nach dem ersten Schäferstündchen einen Bausparvertrag abgeschlossen haben und beim örtlichen Standesamt das Aufgebot bestellt haben? Verschwanden die Platten dann im Keller der Eltern zwischen Freddy Quinn und Marschmusik? Das sind also vermutlich die ergrauten Herren, die heutzutage auf der Kirmes im Rahmen diverser Oldies-Abende mit ihrer Gattin so richtig abrocken! Glass Hammer schwelgen auf "If" derart leidenschaftlich im Kielwasser von Yes als großes Flaggschiff des klassischen Progrocks, so dass man fast denken könnte, diese Stilrichtung wäre damals eine Massenbewegung im Sinne des zeitgleichen Glamrocks gewesen. Die Harmonien sind von einer sanftmütigen Eleganz erfüllt und erwecken im schöngeistigen Wohlklang eine nostalgische Wehmut, die in einschmeichelnden Melodien wie im Titel "At Last We Are" von einer symphonischen Euphorie erfüllt ist. "If The Stars" lässt sanfte Mellotronklänge mit ebensolchen Gesangslinien vor sich hin schmachten und Gitarrist Alan Shikoh bedient sich in den flirrenden Saiteneinsätzen fast noch deutlicher bei dem großen Vorbild Steve Howe als es sein Mitstreiter Jon Davison mit seinem glockenhellen Engelsgesang bei seinem Namensvetter Anderson tut. Es können sicherlich schon ein wenig an den Haaren herbeigezogene Vermutungen darüber aufgestellt werden, wie sich die großen Vorbilder seinerzeit wohl weiterentwickelt hätten, wenn sie auf einem ebensolchen Schönklang gesetzt hätten wie ihre amerikanischen Nachahmer. Hat nicht "Tales From Topographic Oceans" womöglich viele damalige junge Fans in seiner vertrackten Komplexität nicht schon irgendwie wieder dazu bewogen, sich von diesen alle Aufmerksamkeit fordernden Klängen abzuwenden, um dann letztendlich doch den coolen und groovenden Glamrock zu hören? Mit "Sound Chaser" hat man wohl auch damals schon die Partygäste vergrault. Glass Hammer verdeutlichen dem Fan der symphonischen Rockmusik, dass man auch ohne die innovative Komplexität des großen Vorbildes genau wie dieses klingen kann und sich stattdessen in einem breitflächigen Wohlfühlsound weiden kann, den Yes zu keinem Zeitpunkt geboten haben. Diese Softversion eines großen Vorbildes kulminiert im abschließenden Longtrack "If The Sun" in wundervollen Melodien und ornamentreichen Soundtupfern, ohne dabei auch nur ansatzweise in mainstreamige Gefilde abzudriften. Das ist eine große Kunst! Auf diese Weise entwickelt der Sound von Glass Hammer trotz aller unüberhörbaren Inspiration ein elegant-schwelgendes Eigenleben. H. Straske/BBS - 11/15 Punkten
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