BILLY F GIBBONS mit neuem Soloalbum

Billy F. Gibbons

Biografie


Man erkennt ihn sofort – am langen Rauschebart, der afrikanischen Kopfbedeckung: Billy F. Gibbons, weltbekannt als Frontmann bzw. ein Drittel von ZZ Top, jener Band, die schon im Jahr 1969 zusammenfand und seither kontinuierlich eine zentrale Rolle in der US-amerikanischen Musiklandschaft gespielt hat, weshalb sie inzwischen als die am längsten in Originalbesetzung operierende Rock-Institution der Welt gelten darf. Schon im Jahr 2004 wurden Billy und seine beiden Bandkollegen Dusty Hill und Frank Beard in die Rock & Roll Hall of Fame aufgenommen. Die Aufnahmezeremonie wurde denn auch standesgemäß von Keith Richards durchgeführt, einem alten Kumpel von Billy...
Abgesehen von seinem nicht gerade unauffälligen Look, ist Billy F. Gibbons jedoch weitaus bekannter als einer der größten und einflussreichsten Gitarristen der Rock-Ära. Besonders im Bereich Blues gilt er für viele als einer der absoluten Top-Gitarristen. Der Sound von ZZ Top ist deshalb so einzigartig, weil dieser Mann immer wieder neue, überraschende Klänge aus seiner Gitarre hervorzaubern kann – wobei er alles von Blues bis Pop, von R&B bis Country, zudem auch Gospel, Western, Hillbilly, ja sogar westafrikanische Einflüsse einbezieht, sprich: alles was schon damals zusammenkam, als der Rock & Roll entstanden ist. Sein tiefes, fast schon unterbewusstes Verständnis dieser vielschichtigen Tradition, befähigt ihn dazu, zugleich innovativ und authentisch zu klingen. Und was seine Stimme angeht, ist dieses dreckige Südstaaten-Gebrumm natürlich unverkennbar: Bedrohlich und dabei doch vergnügt klingt das, wie er mit Hits wie „La Grange“, „Sharp Dressed Man“ oder auch „Cheap Sunglasses“ immer wieder bewiesen hat.


Auch wenn ZZ Top, die nun schon so lange das wichtigste lebende Wahrzeichen von Texas sind, demnächst ihr 50-Jähriges (!) zelebrieren können, gab es für Billy tatsächlich schon davor erste musikalische Stationen: Während seiner Jugend in Houston war er Frontmann in verschiedenen Bands, was ihn schon früh zu lokalem Ruhm verhalf. Psychedelisch klangen z.B. The Moving Sidewalks, die sogar im Vorprogramm von Jimi Hendrix auftreten sollten – woraufhin Hendrix dermaßen angetan war vom Gitarrenspiel des jungen Mr. Gibbons, dass er sogar im US-Fernsehen davon berichtete.
Dabei ist Billy Gibbons damals wie heute sehr viel mehr als ein Ausnahmegitarrist mit einem Ausnahmebart: Auch als Sammler von Gitarren und Autos ist er längst eine internationale Größe, was er mit seinem Bestseller „Rock + Roll Gearhead“ (MBI Publishing), dem Buch zur eigenen Sammelbesessenheit, erst vor wenigen Jahren belegt hat. Tatsächlich besteht seine Gitarrensammlung aktuell aus über 800 Instrumenten; auch dabei ist die berühmte „Furry One“, bekannt aus dem Videoclip zu „Legs“, sowie natürlich sein absolutes Lieblingsstück: „Pearly Gates“, eine Gibson Les Paul, die ihm persönlich mehr bedeutet als alle anderen. Als er vor Jahren jenes Häuschen in der berühmten Stoval-Plantage im US-Staat Mississippi besuchte, in dem Muddy Waters einst aufgewachsen war, sah er, dass ein großes Stück Zypressenholz, ein Teil des kaputten Dachs der Hütte, heruntergefallen war. Er durfte es mitnehmen und ließ daraus eine Gitarre zu Ehren von Waters anfertigen, der bekanntermaßen schon immer eines der größten Vorbilder für Billy gewesen war. So entstand wenig später die „Muddywood“-Gitarre, die seit der offiziellen Schenkung im Delta Blues Museum in Clarksdale zu sehen ist.


Auch die Autos, die er parallel zu den musikalischen Veröffentlichungen aufgebaut hat, sind selbst zu Ikonen avanciert: Eliminator, CadZZilla, Kopperhead, Whiskey Runner & Co. haben in der Szene allesamt für Furore gesorgt; sie waren bei den größten Autoshows zu bewundern, in etlichen Videos die heimlichen Stars. Tatsächlich sind auch die fahrbaren Untersätze echte Kunstwerke, Museumsstücke im wahrsten Sinne des Wortes. Eliminator war bereits in der Rock & Roll Hall of Fame in Cleveland zu sehen; CadZZilla, Coupe de Grace, Slampla und HogZZilla waren Protagonisten der „Cars & Guitars of Rock & Roll“-Ausstellung im Peterson Automotive Museum (Los Angeles), für das Billy selbst als Kreativberater arbeitete. Neben den vielen, vielen Gitarren und Autos, hat Gibbons eine berühmte Sammlung afrikanischer Kunst, und er beschäftigt sich intensiv mit paranormalen Phänomen und den neusten technischen Entwicklungen.


Doch zurück zur Musik: Abgesehen von seinen Aufnahmen mit ZZ Top war Billy F. Gibbons mit etlichen Größen der Musikwelt im Studio, u.a. mit B.B. King, Les Paul, Queens of the Stone Age, Shemekia Copeland, Kid Rock, Alice Cooper, Johnny Winter, John Mayall und Sue Foley.


Erst im Jahr 2015 hat er mit „Perfectamundo“ sein Solo-Debütalbum bei Concord Records veröffentlicht: Für diesen Longplayer setzte er erstmals verstärkt auf afro-kubanische Elemente – und präsentierte diesen überraschenden, neuen Sound denn auch passend beim Havana Jazz Festival.

Im Herbst 2018 kehrt er nun auf dem neuen Soloalbum „The Big Bad Blues“ (erscheint ebenfalls via Concord Records) zu seinen (Blues-)Wurzeln zurück.

Aufgenommen mit seinen Co-Produzenten Joe Hardy, präsentiert Billy neben brandneuen Eigenkompositionen auch Interpretationen von Songs, die man sonst mit seinen persönlichen Helden assoziiert –„Standing Around Crying“ und „Rollin’ & Tumblin’“ von Muddy Waters sowie „Crackin’ Up“ und „Bring It To Jerome“ aus dem Katalog von Bo Diddley. Von den insgesamt neun brandneuen Titeln stammt einer aus der Feder von Mrs. Gilligan Gibbons (Billys Gattin).


In den Foam Box Recordings-Studios in seiner Heimatstadt Houston aufgenommen, sind auf dem Album neben Co-Produzent Joe Hardy (Bass) auch die Schlagzeuger Matt Sorum (Guns N’ Roses, Velvet Revolver, The Cult) und Greg Morrow aus Nashville zu hören; für die Keyboards war Mike „The Drifter“ Flanigin aus Austin verantwortlich. Die Blues-Mundharmonika spielten James Harmon und Billy selbst ein, dessen Gitarrenspiel und Gesang selbstverständlich auch auf diesem Album durchweg im Mittelpunkt stehen.


Ein typischer Fall von einem „Musiker, auf den alle Musiker stehen“, basiert Gibbons’ ganzer Ansatz auf den „three T’s“, wie er sagt: „tone, taste and tenacity“ – Klang, Geschmack, Beharrlichkeit. Es hat ihm offensichtlich gut getan, die eigene Kreativität in so vielen unterschiedlichen künstlerischen und intellektuellen Gebieten auszuleben, weshalb er längst als echter Universalkünstler, als echter „renaissance man“ gilt.


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