33495.jpg

TERRA ODIUM

Ne Plus Ultra

17,99 € * inkl. MwSt. zzgl. Versandkosten
  • 33495
  • TERRA ODIUM
  • CD
  • HARDROCK
  • 11.06.2021
Urplötzlich verbreitet sich der Name einer neuen Wundertruppe wie ein Lauffeuer und niemand... mehr

Urplötzlich verbreitet sich der Name einer neuen Wundertruppe wie ein Lauffeuer und niemand weiß, wo diese in grundsätzlich so redseligen Zeiten auf einmal erwachsen ist. Bevor überhaupt das Werk in seiner Gänze wochenlang durch die Gehörgänge gepustet wird, ist in den sozialen Medien bereits vom Album des Jahres die Rede.

Auf den ersten Blick müssen daher erst deren Gründer und Schöpfer enthüllt werden. Sensationeller Weise bestehen TERRA ODIUM aus Øyvind Hægeland und Asgeir Mickelson, beide einst in den Diensten der legendären Norweger SPIRAL ARCHITECT. Deren Gitarren- und Rhythmusakrobatik war in ihrem, bis dato einzigen Werk ´A Sceptic’s Universe´ anno 2000 ein echter Genuss, und bewegte viele Geister und Gemüter.

Eigentlich hätten alle Musikhörer, die mit den Namen PSYCHOTIC WALTZ, FATES WARNING, WATCHTOWER, SIEGES EVEN, MEKONG DELTA, SPASTIK INK und natürlich DEATH, ATHEIST, CYNIC und SADUS vertraut sind, auf SPIRAL ARCHITECT fliegen müssen, obwohl es selbstverständlich hochkomplexe Musik war und ist. „Thinking Man’s Metal“ und perfekte Musik scheinen jedoch nicht für den Massengeschmack geeignet zu sein, da es bei vielen Menschen an der nötigen Hingabe zu den Kompositionen hapert und der fokussierte Blick auf die Lieder an sich fehlt.

TERRA ODIUM werden dagegen im Erhaschen von Aufmerksamkeit hoffentlich eine Ausnahme bilden. Denn Schlagzeuger Asgeir Mickelson, der ebenso wie Øyvind Hægeland einst auch bei LUNARIS und SCARIOT tätig war, kennt der Kenner nun schon von VEIL OF SECRETS sowie von BORKNAGAR, IHSAHN, ICS VORTEX oder VINTERSORG. Sänger/Gitarrist Øyvind Hægeland sang zudem live bei ARCTURUS, als Session-Musiker für VIRUS oder MAYHEM sowie auf dem Meisterwerk ´Entrance´ der kultigen MANITOU. Diese standen 1995 noch für einen klassischen Sound, der genauso wie später SPIRAL ARCHITECT aus dem Vollen von PSYCHOTIC WALTZ, WATCHTOWER, SIEGES EVEN und CYNIC schöpfte, aber ebenfalls in der Nachfolge zu SLAUTER XSTROYES, LETHAL und QUEENSRYCHE stand. In Anbetracht der langen Stille bei MANITOU musste man eigentlich annehmen, nie wieder etwas von deren kongenialen Gitarrenduo Fredriksen/Schulze zu hören. Doch Gitarrist Bollie Fredriksen, der in den letzten Jahrzehnten sein eigenes Studio betrieben hat, tritt endlich wieder in die Öffentlichkeit und zeigt sich sogar als Hauptsongwriter bei TERRA ODIUM.

Als Bassist kam für die Herrschaften kein Geringerer als Steve DiGiorgio in Frage, der als Session-Musiker auf unzähligen Alben vertreten und von den Gruppen SADUS, DEATH, TESTAMENT und CONTROL DENIED weltbekannt ist. Für die Orchestrierung und die Synthesizer-Klänge suchten und fanden sie Jon Phipps, der zahlreiche Formationen, wie etwa MOONSPELL, ANGRA und AMORPHIS, als klassischer Komponist und Sound-Ästhet beglückt hat.

Bei solch einer Vergangenheit aller beteiligten Musiker erwartet der Hörer natürlich, selbst auf den zweiten Blick hin, ein gewaltiges Unterfangen wie von MANITOU und SPIRAL ARCHITECT, dementsprechend einmalige Musik wie sie zuletzt in den Gaben der Italiener MEMENTO WALTZ oder der Norweger TWISTED INTO FORM entgegenzunehmen war.

Geboten wird natürlicherweise ein vertrackter Progressive Metal mit atypischen Strukturen. Im Mittelpunkt steht bei all dem gewohnt starken Rhythmus-Gewitter der Gesang von Øyvind Hægeland. Ein steter und nicht zu überhörender Antrieb ist zudem, wie einst bei SPIRAL ARCHITECT, zweifelsohne der Bass, von den virtuosen Fingern eines Steve DiGiorgio in den Vordergrund gerückt. Überraschenderweise rücken die Sounds aus den Händen von Jon Phipps die Musik aus der klassischen Prog Metal-Ecke in die sinfonisch umhüllten Welten. Es ist kein klassischer Keyboard-Einsatz wie er im Prog Rock und Prog Metal geliebt wird, sondern die sinfonisch-metallische Variante.

Klappe zu. Klappe auf. Der Höllenschlund öffnet sich: ´Ne Plus Ultra´. Die orchestrale und cineastische Konzeption bleibt von Beginn an nicht im Hintergrund verborgen und blickt im Opener ´Crawling´ immer wieder in das erschrockene Auge des Hörers. Die Komposition selbst brandet durch einen rhythmisch aufgestachelten Prog Metal, der immer wieder Platz für sinfonische Fanfaren und Solo-Vorführungen bietet. Selbst Øyvind Hægeland kann es sich hin und wieder nicht verkneifen, zu diesen Melodien wortlos mitzusingen, allein bei den solistischen Darbietungen vermeidet er es in der Regel. Zeitweise bleibt er einmal mehr Buddy Lackey von PSYCHOTIC WALTZ auf der Spur: „We come crawling, crawling“. Eine Schnittmenge aus PSYCHOTIC WALTZ, BEYOND TWILIGHT und SPIRAL ARCHITECT wird in diesen Minuten mühelos mit Sinfonik angereichert: „We come with plague. We slay our way. When your guard is down. In our words you’ll drown.“

Heftig pumpend startet ´The Road Not Taken´ auf den Fersen von WATCHTOWER, trotzdem ändern der sinfonische Einfluss und die „Ohohoho“-Gesänge das Soundbild umgehend ab. Mit vielen Streichern entwickelt sich die weiterhin rhythmisch hektische Komposition zu einer epischen Nummer mit heroischem Gesang und schillerndem Gitarren-Solo. Kommt der atmosphärische Song ´Winter´ zur Ruhe, steigt der Gesang ein und der Bass stellt sich abermals deutlich in den Vordergrund. Allerdings gerät das Lied doch noch in Wallung: „Content and ease repair.“ Progressiv knatternd stolziert ´The Shadow Lung´ durchs Sound-Dickicht und Øyvind Hægeland nähert sich kurzfristig John Arch an, ehe es zum finalen Ausklang sinfonisch aufwallt. Weit aus näher ist Øyvind Hægeland im fast zwölfminütigen ´The Thorn´ auf den jüngsten Spuren des ehemaligen FATES WARNING-Sängers und gönnt sich dazu einige hohe Stimmlagen. Die Komposition selbst könnte gleichfalls dem Spätwerk oder dem von REDEMPTION entstammen.

Eine spannende und akustisch zurückhaltende Stimmung versprüht das balladeske ´It Was Not Death´. E-Gitarren-Solo zu Beginn, Streicherarrangements für die dunkle Aura und ein kurzes Pfeifen anstatt eines weiteren Solos tragen das gewisse Extra hinein. Bei der letzten Komposition ´The Clouded Morning´ ist hingegen wieder eine gesangliche Annäherung an John Arch auszumachen, gleichwohl aufgebauschter im einzelnen Tonfall. Das Lied schreitet als Schlussakt derart schlürfend durch das Bild, als wolle es in skandinavischer Manier beweisen, dass der namensbestimmende Song ´Spiral Architect´ aus der Feder von BLACK SABBATH stammt. Fade-out.

Bei aller Euphorie noch ein letztes: Bitte in Anbetracht der grundsätzlichen Genialität von ´Ne Plus Ultra´ ausnahmsweise die Punktzahl übergehen, da sich das Werk über alle menschlichen Bewertungsmaßstäbe hinwegsetzt. Selbst wenn es nicht in der klassischen Tradition von MANITOU und SPIRAL ARCHITECT sowie MEMENTO WALTZ oder TWISTED INTO FORM steht. Denn die Band trägt den Namen: TERRA ODIUM.

Michael Haifl – streetclip.de – 10/10 Punkten

ALBEN DIESER BAND/ARTIST
33495.jpg

TERRA ODIUM

Ne Plus Ultra
17,99 € *

WAS ANDERE KUNDEN INTERESSIERT

NEU
34163.jpg

GROMBIRA

Desert Warp
14,99 € *
34079.jpg

PORCUPINE TREE

In Absentia CD Digi
12,99 € *
34035.jpg

REGAL WORM

The Hideous Goblink
16,99 € *
33977.jpg

DUEL

In Carne Persona CD
12,99 € *
33943.jpg

TIBET

Tibet + 2 CD Digi
15,99 € *
33907.jpg

GLASS HAMMER

Skallagrim: Into The Breach
16,99 € *
33847.jpg

GRINDER BLUES

El Dos
16,99 € *
33837_1.jpg

TERAMAZE

And The Beauty They Perceive
16,99 € *
33836.jpg

LEGACY PILOTS

The Penrose Triangle
15,99 € *
33801.jpg

FAR CRY

If Only
16,99 € *
33769.jpg

DRIFTING SUN

Forsaken Innocence
16,99 € *
33738.jpg

FORCE OF PROGRESS

Redesign
15,99 € *
33729.jpg

DIRTY DAVE OSTI

Retro-Sonic Blues Train
15,99 € *
33711.jpg

FINALLY GEORGE

Icy Skies
15,99 € *
30861.jpg

RED SAND

Crush The Seed
14,99 € *
33694.jpg

IRON MAIDEN

Senjutsu 2CD Digi
19,99 € *
32699.jpg

TERAMAZE

Sorella Minore
16,99 € *
33510.jpg

VAN DER GRAAF GENERATOR

H To He Who Am The Only One 2CD+DVD Audio
22,99 € *
33501.jpg

SMALLTAPE

The Hungry Heart 2CD
18,99 € *
33442.jpg

TRIFECTA

Fragments
15,99 € *
32946.jpg

MARSUPILAMI

Arena LP
24,99 € *
27402.jpg

ELFIN BOW & GARY LLOYD

Who Knows Where The Times Goes...
4,99 € *