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FAR CRY

If Only

16,99 € * inkl. MwSt. zzgl. Versandkosten
  • 33801
  • FAR CRY
  • CD
  • PROGRESSIVE
  • 20.08.2021
Sie schreien wieder – leider nur aus der Ferne: die Jünger des Progs aus den Staaten. Und klar... mehr

Sie schreien wieder – leider nur aus der Ferne: die Jünger des Progs aus den Staaten. Und klar muss da so ein Bandname wie THE FAR CRY her! Aber auch die typischen „Über den großen Teich“-Trademarks müssen stimmen, also irgendwo zwischen ILUVATAR, IZZ, DREAM THEATER, LITTLE ATLAS und SPOCK'S BEARD…

Die Band THE FAR CRY, die mit „If Only...“ zwar ihr Debüt vorlegt, basiert allerdings auf einer langjährigen Musiker-Freundschaft, die weit in die Siebzigerjahre zurückgeht. 1976 taten Jeff Brewer und Robert Hutchinson zusammen, um gemeinsam progressive Rockmusik – natürlich im typischer 70er-Style – zu spielen, um dann in den 80ern bei der recht bekannten Ami-Prog-Band HOLDING PATTERN mitzuwirken.
Irgendwann verloren sie sich aus den Augen und Ohren, liefen sich allerdings 2013 wieder über den Weg und begannen Ideen für eine gemeinsame Prog-Band zu entwickeln.

Gesagt, getan – und acht Jahre später liegt nun „If Only...“ vor – voller Longtracks und stilistischen Wechselbädern, die manchmal schwer nachzuvollziehen sind. Denn hier trifft AOR auf Melodic Rock und dann wieder auf knalligen Prog irgendwo zwischen YES und ELP, der noch dazu mit seinem finsteren, fast zehnminütigen Album-Opener „The Mask Of Deception“ deutliche KING CRIMSON-Duftmarken verbreitet.

Nicht immer verträgt sich diese markante Kombination und stolpert über die eigenen Füße, die mal stilsichere Lackschuhe und dann wieder zerfledderte Prog-Turnschuhe tragen, die einem eigentlich viel lieber sind. Doch was soll's. Denn bereits in ihrem zweiten Longtrack des Albums, dem gut 13-minutigen „Simple Pleasures“ machen THE FAR CRY ja auch vom Titel her keinen Hehl daraus, dass es bei dieser Musik für sie um das pure Vergnügen geht. Und speziell in diesem Song lassen sie dann auch ihre melodische AOR-Seite lustvoll raus

Ganz anders dagegen der längste, dem Album seinen Titel verleihende, über viertelstündige Longtrack, welcher sich erst ganz deutlich auf die symphonischen Prog-Spuren von YES begibt, um im ELP-Style auszuklingen.

Vereinzelt gibt es sogar ein paar Sprecheinlagen, die ein wenig nach ZAPPAs 'Central Scrutinizer' aus „Joe's Garage“ klingen. Das macht Sinn, denn wenn man sich das Textkonzept, welches man im achtseitigen Booklet im Inneren des Digipaks findet, betrachtet, geht es darum, seine eigenen Ängste zu überwinden, auf seine Gefühle zu hören statt sich fremd steuern zu lassen, sodass die letzte Strophe des Albums sehr kämpferisch ausfällt: „It seems the curtain's drawn / And yet I see the dawn / I know I must go on / I will fight / I will fight / I will face my fears and fight again.“

Das ganze Album wird dann auch – um wohl ein wenig die unterschiedlichen Klangwelten auf Kurs zu bringen – von zwei jeweils gut zweiminütigen Zwischenspielen zusammengehalten, die als Wortneuschöpfung daherkommen und aus dem Interlude ein unterkühltes „Winterlude“ werden lassen, in dessen erstem Teil die Gitarre und im zweiten das Piano die ruhige Richtung vorgibt.

Sanft schwebend verabschiedet uns dann der Traumtänzer, den man gerne auch 'Outronum' (Hm, wer versteht das Kritiker-Wortspiel aus Herbst und Outro?) aus dem Album, das durchaus hängen bleibt, aber auch etwas verwirrt.

Produktion und Sound fallen leider nur mittelmäßig aus – mal wieder die typische Achilles-Verse des Prog, die sich leider auch auf „If Only...“ schmerzhaft breitmacht. Schlagzeug zu blechern, Klang zu dumpf, kristallklare Höhen fehlen genauso wie gute Stereo-Effekte. Zu verwaschen und etwas mulmend ist dieser Sound. Das würde alles bei anderen Alben vielleicht nur wenig stören, nicht aber wenn es um die Komplexität guten, sich permanent verändernden Progressive Rocks geht, der einem auf „If Only...“ wirklich geboten wird.
Dummerweise aber hört sich der hier in die (Laptop-)Tasten kloppende Kritiker seine zu besprechenden Alben immer auf einer High-End-Anlage und dann mit High-End-Kopfhörern, die in vielen Studios zum Einsatz kommen (Eine Schleichwerbung erspare ich mir hier!), an. Da müssen dann eben auch die Eigenproduktionen durch.
Für „If Only...“ gilt daher, dass diese klanglich nur mittelmäßig ausgefallen ist und beim nächsten Album vielleicht nicht nur die Musik im Mittelpunkt des Gesamtkunstwerks stehen sollte.

FAZIT: Eine progressive amerikanische Grußbotschaft zwischen klassischem 70er-Jahre-Prog, Melodic und AOR. Gewagte Mischung, die bei den alten Musikerhasen hinter THE FAR CRY aber durchaus hinhaut, auch wenn „If Only...“ in dieser Besetzung ihr Debüt ist. (T. Koß/musikreviews.de - 10/15)



IF ONLY is the impressive debut release by the American symphonic/neo/melodic prog rock group THE FAR CRY. It is a refreshing and varied collection of tracks which, whilst showing the musician‘s own influences - from the classic ‘70s prog/classic rock period, through the neo-prog era and onto more modern prog - creates a musical landscape that is a unique mix of all of these as well. Sounds like Progressive Rock bands of the early 70’s, most notably King Crimson, Yes, Emerson, Lake & Palmer, Genesis and Gentle Giant.




Debut release from two former members of the Connecticut based band Holding Pattern. I hear lots of musical influences - mostly the 70s giants. Oddly I also hear some similarities with Utopia. Not a bad reference point. Lots of long tracks find these guys stretching out.



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