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CYDEMIND

The Descent

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  • 36745
  • CD
  • PROGRESSIVE
  • 30.12.2022
Tipp des Monats 12/2022 - www.babyblaue-seiten.de ‘’Violin meets progressive metal!’’ That’s... mehr
Tipp des Monats 12/2022 - www.babyblaue-seiten.de

‘’Violin meets progressive metal!’’ That’s how violinist Olivier Allard describes the sound of CYDEMIND. 
Mixing progressive rock, jazz, classical, and metal, Montreal-based CYDEMIND is a uniquely sounding group, one we’ll surely be hearing much more from in the future. Influenced by such bands as Dream Theater, Symphony X, Haken, and jazzmen like Avishai Cohen and Tigran Hamasyan, CYDEMIND has a sound which appeals to a broad audience. 



Wären nicht Kansas vor ein paar Jahren mit zwei starken Alben zurückgekehrt, könnte man heute schreiben, Cydemind sind die Neuen mit der Geige. Die Band macht seit, na, 2014 ungefähr, harten Rock mit Violine. Und was für welchen.

Daneben steuert auch der Keyboarder, Camille Delage, mit seinem Piano ungewohnte Klänge zu dem ansonsten doch recht harten Bandsound bei. Eine Art Klassik-Metal-Crossover sollte man von Cydemind aber trotzdem nicht erwarten, denn das hier ist lupenreiner Metal. Was der Violinist Olivier Allard und Camille Delage da allerdings abliefern, ist äußerst virtuos. Man höre sich nur mal das Zusammenspiel der beiden etwa zur Mitte von "Hemlock" an. Da bleiben keine Zweifel.

"Metal" bedeutet in diesem Zusammenhang natürlich ‘Progmetal‘. Und als Vertreter dieses Genres sind Cydemind noch viel zu unbekannt. Bleibt zu hoffen, dass sich das mit diesem Album endlich ändert. Denn was die Band abgesehen von den beiden genannten Protagonisten als Ensembleleistung auf die Beine gestellt hat, ist fantastisch. Allein rhythmisch, man höre sich nur mal das Intro von "Call Of The Void" an. Dort wechselt die Band mühelos zwischen 17/16-, 19/16- und 23/16-Takten. Und wenn dann im A-Teil ein 11-8-Takt eingeschoben wird (es ist nur einer - wenn auch an zwei Stellen), dann ist das für Cydemind vermutlich schon eine Unterforderung. Das Besondere dabei, abgesehen davon, dass die das spielen können (und sauber!): Die Band schafft es, so etwas zum Klingen zu bringen. Denn das eigentlich überraschende an "The Descent" ist, dass man das nicht hört. Das Album läuft bei all dem technischen Gemuskel geradezu unheimlich gut rein. Die Musik ist für dieses technische Niveau sogar eingängig zu nennen. Weil es der Band gelingt, ihr rhythmisches Konzept dem Song songdienlich unterzuordnen, anstatt es angeberisch zur Schau zu stellen. Das hört man selten.

Womit wir beim Konzept des Albums wären. Ich schrieb ja eingangs, es gehe hier um Obsession und um die Abgründe, in die sie den menschlichen Geist stürzen kann. Strukturell zeichnet das Album tatsächlich eine Abstieg in die Hölle der Obsessionen nach. Das geschieht nun aber nicht linear, etwa durch die stetige Steigerung der Komplexität. Überraschenderweise ist gerade "Slumber", das vorletzte Stück des Albums, ein sehr ruhiges Stück. Es markiert damit womöglich den Endpunkt des Abstiegs. "The Last Stone" setzt das dann zunächst fort, bis auch hier noch einmal das große Progmetal-Gewitter losbricht. Allerdings nun gar nicht mehr in krummen Takten. Die bleiben auf dem Abstiegsweg zurück. Stattdessen moduliert sich das Stück nun durch alle möglichen Tonarten, von b-Moll bis cis-Moll und zurück.

Das ist klasse gemacht, umso klasser, als auf "The Descent", wie auch auf allen anderen Veröffentlichungen der Band, kein Gesang ertönt. Die Instrumente müssen die Geschichte ganz allein erzählen – und das tun sie.

Man liest im Zusammenhang mit Cydemind bisweilen den Namen "Dream Theater". Das ist gerechtfertigt, und zwar vor allem in Bezug auf das Können dieser fünf. Eins aber haben die Kanadier den Amerikanern voraus: Die Violine. Und die ist es, die auch "The Descent" wieder zu einem herausragenden Stück Musik macht. Empfehlung.

Nik Brückner/BBS - 12/15 Punkten
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