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INGRANAGGI DELLA VALLE

In Hoc Signo

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  • INGRANAGGI DELLA VALLE
  • CD
  • PROGRESSIVE
Italoprog und kein Ende: Nach Tugs, Unreal City und Il Cerchio d‘Oro steht mit dem Debütalbum... mehr

Italoprog und kein Ende: Nach Tugs, Unreal City und Il Cerchio d‘Oro steht mit dem Debütalbum von Ingranaggi Della Valle schon das nächste Album brav Schlange, bei den heutigen Progfans Gehör zu finden.


Im Unterschied zu so einigen der genannten Kapellen ist das Septett aus Rom tatsächlich jüngeren Alters; erst 2010 fanden sich die Musiker zusammen und werben heute auch damit, im Durchschnitt gerade mal 21 Jahre alt zu sein. Eigentlich hätte es diesen Hinweis nicht gebraucht, aber das rückt die Qualitäten ihres Debütalbums "In Hoc Signo" gleich noch mal in ein ganz anderes Licht. Denn "In Hoc Signo" bedient sich für seinen gleich bei einer ganzen Menge Quellen, von denen die augenfälligsten wohl die folgenden sein dürften: Da wäre einmal der klassisch-gediegene Retroprog mit seinen Mellotron- und Orgel-lastigen Schwärmereien, ausladenden Gitarrenmelodien und der Neigung zum Pomp. Dann gibt es noch die eine oder andere etwas gehärtete Passage, in der die Gitarre kratzig agiert und mehr Schwung in die Musik kommt. Zuletzt besteht noch ein substanzieller Teil der Zeit auf "In Hoc Signo" darin, sich in Richtung Jazzrock zu orientieren und außer den zugehörigen Stimmungen auch der entsprechenden filigranen Instrumentalarbeit zu fröhnen. Sehr zugute kommt Ingranaggi Della Valle dabei die reichhaltige Instrumentierung: Zur regulären Besetzung gehören ein Violinist und der Multiinstrumentalist Edoardo "Mambrizio" Arrigo, und als Gast ist mit David Jackson ein Saxofonist und Flötist dabei. Der große Trumpf besteht nun darin, dass Ingranaggi Della Valle an allen Ecken und Enden ihrer Songs abgedrehte Freakouts eingestreut haben, die mit schöner Regelmäßigkeit für ungläubiges Staunen sorgen. So beginnt beispielsweise "Mare in tempesta" süßlich, melodramatisch und balladesk, nur um sich in der Mitte auf einmal in Richtung "Starless And Bible Black" zu entwickeln. "Via Egnatia" eröffnet fast mit den gleichen Gitarre-und-Keyboard-Schwelgereien wie damals Ayreons "The Dream Sequencer", aber natürlich wird dieser Nummer auf einmal ein funkiger Rhythmus mit Ausflügen in Richtung Romantik und Jazz sowie zusehends kauzigerem Gesang untergeschoben. Am konsequentesten einem Stil zuzuordnen ist wohl noch "Fuga da Amman", das orientalisch beginnt und zunächst ein wenig an Kansas ("Belexes") erinnert, ehe zum Ende hin eine gediegene Stimmung zwischen Yes ("On The Silent Wings Of Freedom") und dem Mahavishnu Orchestra ("On The Way Home To Earth") aufkommt und der Gitarrist entsprechend als Verschnitt von John McLaughlin und Steve Howe agiert. Überflüssig zu sagen, dass auch der Keyboarder seine hiesigen Läufe eher bei Jan Hammer als bei Keith Emerson oder Rick Wakeman abgeschaut hat. Das wären also die wichtigsten Zutaten dieser Platte. Und wie wirkt sowas nun als Album? Die Antwort: Überraschend gelungen. Zwar könnte man hier immer wieder mal vorwerfen, dass einige Parts nicht so ganz direkt und nahtlos ineinander greifen (immerhin ist ein ingranaggio laut Wörterbuch ein Zahnrad). Aber müssen sie das, wenn hier jederzeit die Chance besteht, seine Kinnlade auf dem Fußboden wiederzufinden? Eher nicht, dafür gelingen Ingranaggi Della Valle einfach zu oft schon für sich selbst gelungene und mitreißende Instrumentalpassagen, zwischen denen obendrein immer wieder geradezu klassische Genesis-Parts (wie beispielsweise gegen Ende von "Kairu‘van" und "Masqat") untergebracht sind. Lediglich im Jam-artigen "Jangala Mem" geht zeitweilig die Struktur verloren, ansonsten aber ist das Hören hier stets mit Vergnügen verbunden. Bleibt also zum Abschluss als Fazit zu sagen, dass Ingranaggi Della Valle nicht nur ein tolles Debüt vorgelegt haben, sondern zudem auch praktisch alle eingangs genannten Konkurrenten bereits in diesen jungen Jahren auf die Plätze verweisen können.

(G. Claußen/BBS - 12/15)

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