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HEDERSLEBEN

The Fall of Chronopolis

12,99 € * inkl. MwSt. zzgl. Versandkosten
  • 21168
  • HEDERSLEBEN
  • CD
  • PROGRESSIVE
  • 29.01.2016
US only Science-Fiction und Prog, das passt, insbesondere, wenn es um Spacerock geht.... mehr

US only Science-Fiction und Prog, das passt, insbesondere, wenn es um Spacerock geht. Dementsprechend haben Hedersleben aus Kalifornien eine Geschichte des britischen, 2008 verstorbenen SF-Autors Barrington J. Bayley (dem das Album auch gewidmet ist) als inspirierende Vorlage für ihr drittes Album gewählt. Im bisher offenbar nicht auf Deutsch erschienenen "The Fall of Chronopolis" aus dem Jahre 1974 geht es um ein galaktisches Imperium (das Chronotic Empire - mit Chronopolis als Hauptstadt), welches mit seiner Flotte aus riesigen zeitreisenden Raumschiffen sein Bestehen gegen allerlei aggressive Mächte zu verteidigen versucht, u.a. dadurch, dass man nachträglich in die Vergangenheit eingreift bzw. Feinde in der Zukunft bekämpft. Das geht dann aber vermutlich irgendwann schief - das Buch habe ich nicht gelesen -, sonst hätte das Ganze sicher nicht diesen Titel.


Die Besetzung der Band um Nicky Garratt hat sich im Vergleich zum Vorgängeralbum "Die neuen Welten" verändert, Bass und Gesang wurden neu rekrutiert, doch das Trio aus Garrett, Kephra Moon und Bryce Shelton ist weiterhin der konstante Kern des Projekts. Auch in musikalischer Hinsicht hat man sich neu ausgerichtet, sind nun nicht mehr Krautrockbezüge und Psychedelisches, kosmisches Mäandern und luftig-sphärisches Jammen klangbestimmend, sondern auch hartes Spacegerocke bzw. schwebender Retrogeprog. Zudem sind die Stücke kompakter gehalten, komplexer instrumentiert und wirken vertrackter und auskomponierter. Tasten und Gitarren bestimmen nach wie vor das Klangbild, flächig schwebende Synthesizersounds und spaciges E-Gitarrenjaulen oft, nicht selten aber auch symphonisch-klangvolle Retrokeyboards (kräftige Orgelsounds, aber bisweilen auch ein Mellotron), akustisch-folkiges Gitarrengezwirbel und auch erdige, härter rockende Gitarrenläufe. Dazu kommen - neben der druckvollen Rhythmusabteilung - diverse Einlagen an der Violine (à la Simon House) und seltener ein fast jazziges Piano. Im Vergleich zu den ersten beiden Alben der Band wird nun - zusätzlich zu allerlei hallendem Hauchen und Seufzen - auch recht viel von Neuzugang Ariana Jade gesungen, sanft und zurückhaltend meist, gelegentlich aber auch expressiver. Ein Gemenge aus kernigerem Spacerock, luftigem Retroprog und einigen kosmisch-krautigen, retropsychedelischen Ingredienzien (mit denen aber deutlich sparsamer umgegangen wurde als auf den ersten beiden Alben) von recht eigenem Charakter ist also auf "The Fall of Chronopolis" zu finden, das sehr dicht, farbig, druckvoll und kurzweilig aus den Boxen gleitet und sprudelt. Wer spacigen SF-Prog schätzt, der sollte die Scheibe antesten!

A. Breiling/babyblaue-seiten.de - 11/15

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