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NEMO

Le Ver Dans Le Fruit 2CD Digi

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  • 16103
  • NEMO
  • CD
  • PROGRESSIVE
Nemo sind ungefähr seit 2000 aktiv und veröffentlichten seit 2002 sieben Studioalben. Mit „Le... mehr

Nemo sind ungefähr seit 2000 aktiv und veröffentlichten seit 2002 sieben Studioalben. Mit „Le ver dans le fruit“ liegt nun das achte Werk vor, welches gleich ein Doppel-Album geworden ist. In dieser inzwischen doch schon längeren Historie haben sich Nemo von einer eher dem Neoprog zugeneigten Band zum einem veritablen rocklastigen Retroprog-Act mit ganz eigenem Charme entwickelt. Die Alben sind durchweg gut bis sehr gut, was schon eine Leistung an sich ist, zumal das Kreativ-Duo der Band – Gitarrist und Sänger Louveton und Keyboarder Fontaine - Anbeginn dabei ist. Besetzungswechsel sind überhaupt die Sache von Nemo nicht, außer dem Bassisten, sind alle Mitglieder seit Gründung an Bord und auch Bassist Guichard ist nun schon sieben Jahre dabei. So steht also „Le ver dans le fruit“ (soviel wie „Der Wurm in der Frucht“) ganz in der Nemo‘schen Tradition und fügt lediglich ein paar neue Nuancen dazu. Gutes zu verbessern ist irgendwie auch schwierig. Louveton beschreitet den Weg der Evolution, vielleicht nicht die schlechteste Entscheidung. Nemo setzen direkt an der musikalischen Linie des Vörgängers „R€volu$ion“ an. Sinfonischer, teilweise verspielter Hard Rock mit Louvetons herausragender Gitarrenarbeit, mit fetten Riffs und lässigen Soli, lyrisch-chansonesken Passagen, solide, kraftvolle Rhythmusarbeit und natürlich Fontaines Tastenspiel zwischen neoproggiger Quietschigkeit, retroesken Synthieläufen und klassiknahen Pianoeinlagen. Allenfalls ist der Grundsound etwas düsterer und noch rockorientierter geworden. In manchen Passagen vielleicht schon an der Grenze zum Metallischen kratzend, dann aber wieder verspielt chansonesk. Schon beeindruckend wie dicht und kraftvoll die Franzosen agieren. Nemo starten diesmal mit einer gelungenen Chor-Gesangs-Einlage, aber auch JP Louveton singt immer besser (und glücklicherweise nur in seiner Muttersprache). Aber Gesang ist bei Nemo immer noch nicht so wichtig, auch wenn Louveton durchaus auch eine Botschaft hat. Diesmal geht es um Manipulation, den durchaus kritikwürdigen Zustand unserer Welt, Sozialkritik, Themen, die Louveton durchaus schon länger umtreiben und immer wieder Eingang in die Texte von Nemo finden. Nemo gelingt mit „Le ver dans le fruit“ ein weiteres hervorragendes Album. Immerhin ein Doppel-Album mit ziemlich viel Musik, die kurzweilig und ohne wahrnehmbare Durchhänger oder Längen aus den Boxen sprudeln. Die immer wieder ausladenden, moderat abgefahrenen Instrumentalpassagen, die Klangbilder, sind es, welche die Franzosen spannend machen, den Hörer begeistern und auch beim achten Studiowerk keine Langeweile aufkommen lassen. Stark!

(T. Kohlruß/BBS - 12/15)

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