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SUPER MASSIVE BLACK HOLES

Calculations Of The Ancients

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  • 18745
  • SUPER MASSIVE BLACK HOLES
  • CD
  • PROGRESSIVE
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Der Tipp des Monats August der Babyblauen-Seiten, erscheint jetzt in einer streng lim. Auflage von 500 Stück im Mini LP Stil Klappcover und Poster!


Manchmal erwischt dich ein Album, packt dich, und lässt dich nicht mehr los. Wenn es dann noch ein Debütalbum ist, musst du deine Kinnlade schon irgendwo zwischen deinen großen Zehen aufsammeln. In den letzten Jahren kamen solche Alben auffallend oft aus dem Progmetalbereich. Während sich‘s der Progmainstream seit dem Wiedererblühen des Genres in den frühen 90ern im wohligen Retroprog allzu gemütlich gemacht hat, hat der Metal in der gleichen Zeit nicht nur 40 Jahre Progressivität aufgearbeitet, sondern den klassischen Progressive Rock in Sachen Progressivität gleich mal überholt: Dass die große Zeit von Bands wie Watchtower, Atheist, Pestilence und Voivod gefühlt gerade erst vorbei ist, und dass es seltsam anmutet, dass die Nachwuchser Tool mittlerweile schon zu den alten Herren gezählt werden, liegt daran, dass diese Bands den altbackenen Metal nicht nur in die Gegenwart gehoben, sondern gleich in die Zukunft katapultiert haben. Und aus dieser Zukunft kommt bis heute ein ununterbrochener Strom faszinierender Alben zu uns: Spiral Architects "A Sceptic‘s Universe", Shinings "Blackjazz", Mastodons "Crack the Skye", Leprous‘ "Coal" und die Alben von Bands wie Behold... The Arctopus, Animals As Leaders und Protest the Hero. Nun ist ein weiteres dieser Hammeralben hinzugetreten: "Calculations Of The Ancients" von Supermassive Black Holes. Mit beeindruckender Leichtigkeit verbinden die Kanadier Death Metal, Jazz, swingenden Spacerock, Avant-Metal und vertrackt Mathematisches zu ihrer ganz eigenen Mischung, und negieren dabei die Grenzen zwischen Epochen, Stilen und Klangwelten. Während im Grunde noch junge Bands wie Shining und Mastodon bereits ihr Heil in einer Art Dreieinhalbminutentraditionalismus suchen, und dadurch langsam zum Establishment mutieren, sind diese Jungs noch hungrig, sind geil, gehen Risiken ein, und scheren sich nicht um Konventionen. Genau so eben, wie guter Progressive Rock sein soll. Dass es hier um Metal geht, und nicht um Rock, schert mich angesichts der Qualität des Dargebotenen nicht. Mich interessiert nicht, ob ein Sänger schreit oder der Gitarrist seine Gitarre stark verzerrt, mich interessiert, ob die das gut machen. Womit ich Werbung für diese Band bei all jenen unter Euch machen will, die den Metal eigentlich fürchten. Denn der Metal ist nur ein Element von vielen, die hier verbacken werden. Er ist das angemessene Mittel für das, was mit ihm ausgedrückt werden soll, aber es gibt hier genug anderes, an dem sich auch ein Metalverächter freuen kann: feisten Rock ("(Sub-Molecular) Transmogrification Of The Oriphy "), groovige Riffs ("Distance To The Great Attractor"), feinsinnigen Jazz ("Dyatlov Pass Incident "), schräg-avantgardige Melodiefolgen ("Refracted Kaleidoscopic Photons"), griffigen Space Rock ("Lift The Veils "), und für den Urgesteinprogger gibt‘s sogar ein emotives Basssolo ("Mathematics Of Emotion"). Das Ganze wird mit einer technischen Präzision, einem derartigen Können und einer ansteckenden Freude gespielt, dass man angesichts der Tatsache, dass es sich hier um ein Debütalbum handelt, nur staunen kann. "Calculations Of The Ancients" ist für mich eines der Alben des Jahres. Grandios!

(N. Brückner/babyblaue-seiten.de - 14/15)

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