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Sus

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  • 27901
  • POIL
  • CD
  • PROGRESSIVE
  • 10.05.2019
Fünf Jahre musste die Fanschar darben, bis im Frühjahr 2019 mit Sus ein neues Album der Lyoner... mehr

Fünf Jahre musste die Fanschar darben, bis im Frühjahr 2019 mit Sus ein neues Album der Lyoner Krachmacher PoiL erschien. Nicht dass die Band in der Zwischenzeit untätig war, immerhin ist man seit einiger Zeit gemeinsam mit den ebenfalls aus Lyon stammenden Ni als „siebenköpfige Hydra“ PinioL aktiv, die mittlerweile ihr Debütalbum herausgebracht haben.

Nachdem nun also einige Wochen zuvor bereits Ni ein neues Album vorgelegt haben, folgten jetzt PoiL. Die Besetzung ist immer noch die gleiche, seit dem Debüt von 2008 hat es hier keine Änderungen gegeben. Musikalisch dagegen hat sich einiges getan. Zwar ist die Musik nach wie vor stark vom Zeuhl beeinflusst, und nach wie vor steht sie der japanischen Variante dieser Spielart des Progressive Rock meist näher als der französischen; wo aber insbesondere auf Dins o Cuol eine Comic-artig überdrehte Ausgeflipptheit herrschte, wirkt Sus wesentlich ernsthafter. Aber Vorsicht: überdreht und ausgeflippt ist die Musik immer noch, aber nur noch selten auf die spaßige Art der beiden vorangegangenen Alben. Was nicht heißen soll, dass die Musik auf Sus keinen Spaß macht.

Die fünf Stücke von Sus sind zu zwei je ca, zwanzigminütigen Suiten zusammengefasst. E-Piano und Bass sorgen oft für die zeuhlige Grundlage der Musik. Das E-Piano bringt die typischen repetitiven Läufe, der - bisweilen leicht angezerrte - Bass grollt und donnert auf herrlichste Art, dazu wird virtuos über die Felle gewirbelt. Wenn dazu noch die Synthies dreckig jaulen und kreischen, wie gleich zum Auftakt von Sus la Peira oder später in Chin Fòu, kommt eine ordentliche Prost punkig angehauchten Avant-Progs dazu. Gerade im Eingangsstück nähert man sich passagenweise dann doch etwas dem französischen Zeuhl an; aber rasch jaulen die Synthies dissonant auf und drängen die Musik in andere Gefilde.

Zu dieser dichten, komplex verwobenen und virtuos dargebotenen Mixtur kommt noch Gesang von allen drei Bandmitgliedern, und auch der ist etwas anders gehalten als früher. Anstelle überdrehter Gesangseinlagen, wie sie speziell auf Dins o Cuol vorherrschend waren, und die hier nur noch selten und dann wesentlich zurückhaltender zu finden sind, treten hier meist eigenartig getragen anmutende Darbietungen, die bisweilen gar nach liturgischen Gesängen klingen (etwa im a capella vorgetragenen Lo Potz oder noch mehr zu Anfang und Ende von Chin Fòu). Dazu kommt, dass der Gesang komplett in Okzitanisch gehalten ist, der alten Sprache von Südfrankreich, die im Mittelalter die Sprache der Troubadoure war. In den letzten beiden Stücken werden dazu Texte des provenzalischen Dichters Théodore Aubanel vertont, der im 19. Jahrhundert lebte und zu den wichtigsten Lyrikern dieser Sprache gehört, die, wie man auf diesem Album hören kann, sich im Klang doch recht deutlich vom Französischen unterscheidet.

Sus zeigt eine spannende Weiterentwicklung der PoiL-Musik, die nach wie vor alle Liebhaber schräger Klänge erfreuen sollte. Der für uns reichlich ungewohnte Klang der okzitanischen Sprache sorgt dazu für ein gewisses „exotisches“ Flair. Kurzum, PoiL zeigen erneut, dass sie zum besten gehören, was der Progressive Rock heute zu bieten hat. Stark! (J. Rindfrey/BBS- 13/15)



Impressive and delirious, PoiL is lead by three musicians know not limitations and prohibitions. PoiL flow, dance and dash between the energy of punk, the beauty of chamber music and the chaos of a factory on the brink of explosion. The trio combines raw madness and virtuosity evoking thoughts of Frank Zappa, Frederic Chopin and Charlie Chaplin. In the audience, the heads bang, the cries burst forth. Jubilant and stock !

 

Antoine Arnera : keyboard / vocals

Boris Cassone : guitar / bass / vocals

Guilhem Meier : drums / vocals

ALBEN DIESER BAND/ARTIST
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