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ARCH/MATHEOS

Winter Ethereal CD Digi

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  • 28018
  • ARCH/MATHEOS
  • CD
  • PROGRESSIVE
  • 10.05.2019
In der Progressive-Metal-Szene nimmt man die Namen von Gitarrist Jim Matheos und Sänger John... mehr

In der Progressive-Metal-Szene nimmt man die Namen von Gitarrist Jim Matheos und Sänger John Arch angemessen ehrfürchtig in den Mund. Während ersterer seit 35 Jahren als Triebfeder hinter Fates Warning steckt und letzterer der Originalfrontmann der Gruppe war, arbeiten die beiden auch unter dem Banner Arch / Matheos zusammen, woraus 2011 das Album Sympathetic Resonance entstand. 2019 nun wird der Nachfolger Winter Ethereal erscheinen, ein stilistisch vielfältigeres und vermutlich auch tiefer schürfendes Werk mit anspruchsvollen neun Songs.

Nach der Fertigstellung von Sympathetic Resonance hielt sich das Duo offen, es bei einer einmaligen Sache zu belassen oder irgendwann ein weiteres Album zu produzieren. Statt etwas zu erzwingen, warteten die zwei ab, bis die Zeit für einen Nachfolger reif zu sein schien. Mit dem Songwriting begannen sie im Frühling 2017, wobei nichts für eine etwaige Scheibe von Fates Warning in Erwägung gezogen wurde. Vielmehr schrieben sie alles ausdrücklich für Arch / Matheos. Deshalb klingt die Platte nun so individuell, und wäre das nicht so natürlich geschehen, würde es Winter Ethereal gar nicht erst geben.Auch wenn es sich nicht um ein Konzeptwerk handelt, bemerkt Arch: "In den Texten erkennt man wiederkehrenden Themen in Bezug auf die schwer fassbare Bürde und Flüchtigkeit menschlicher Gefühle, die oft mehr Fragen aufwerfen als beantworten." In Bezug auf den Titel zielt der Winter weniger auf die Jahreszeit ab, sondern "damit einhergehende Zustände wie Isolation und das Vergehen vor einer Wiederauferstehung." Das Adjektiv "ätherisch" bedeutet dann "nicht von dieser Welt, außerweltlich" und die Kombination beider Begriffe "fasst das thematische Spektrum der Texte zusammen."Dank moderner Technik konnten die meisten Beteiligten ihre Parts bequem in Heimstudios aufnehmen, wohingegen Matheos die Gitarren und Vocals in seinem eigenen Studio mitgeschnitten und die Produktion übernommen hat.

Eines steht fest: Wenn die Fans Winter Ethereal hören, werden sie erkennen, dass sich das lange Warten auf neue Musik von Arch / Matheos gelohnt hat. Die organische Art der Entstehung des Materials macht es umso besonderer.

ECLIPSED: "Mit dem Fazit schlagen wir den Bogen zum Anfang der Rezension: "Winter Ethereal" ist meilenweit anregender, gehaltvoller und, ja, in gewisser Weise auch ehrlicher als "Distance Over Time". Einfach genießen!"

BREAK OUT: "So toll klingt das Ganze auch. Ein Album für die Ewigkeit."

ROCK HARD: "...alleine diese sechs Minuten machen "Winter Ethereal" für die avisierte Klientel (als würde die eh auch nur einen Moment zögern...) zum Pflichtkauf Nummer eins."

ECLIPSED: "Und kein anderer Sänger dieses Planeten könnte sich wohl gegen eine solche Gitarrenwucht mit derart außergewöhnlichen Gesangsmelodien durchsetzen wie John Arch"

DEAF FOREVER: "Sie zeigt sich schließlich auch in den abermals unerreichten, mystischen Gesangsmelodien,die nie vorhersehbar klingen und die John Arch wie weltweit kein Zweiter zu schreiben in der Lage ist."

DEAF FOREVER - Platz 1 im Soundcheck und 10 von 10 Punkten




Fast acht Jahre hat es gedauert, ehe John Arch und Jim Matheos nach dem fulminanten Werk "Sympathetic Resonance" wieder gemeinsam Musik veröffentlichen. Eine Dauer, die kaum überrascht, hatte John Arch doch bereits zum Release damals gesagt, dass es dann neues Werk gebe, wenn alle Parameter für diesen Sangesgott und den begnadeten Gitarristen und Songwriter passen würden: Kreativität, Zeit und Lust.

Schon beim ersten Durchlauf fallen einige, ziemlich gravierende Änderungen im Vergleich zum Vorgänger auf. "Winter Ethereal" erscheint vom ersten Ton an harmonischer, organischer, melodischer und abwechslungsreicher als das vorherige Monument. Dies erkennt man bereits an so banalen Dingen wie der Anzahl der Tracks und den Songlängen. Neun Nummern, die zwischen etwas über vier und 13 Minuten lang sind, addieren sich zu 70 Minuten Gesamtspielzeit. Und keine Sekunde davon ist zu viel.

Den Anfang macht das neunminütige Monster 'Vermillion Moons', bei dem die mystischen Gesangsmelodien von John Arch völlig magisch über den melodischen Gitarrenleads von Jim Matheos schweben. Trotz der ausufernden Länge erscheint mir der Song klar strukturiert und ziemlich kompakt, obwohl er eben doch ein progressives Herz hat. Die beiden folgenden 'Wanderlust' und 'Solitary Man' könnten trotz aller Unterschiede auch als kommende Single-Veröffentlichungen herhalten. Bei letzterem wird auch deutlich, dass man bei der Rhythmusarbeit auf diverse Gäste zurückgegriffen hat. Neben ehemaligen und derzeitigen FATES WARNING-Mitgliedern wie Joey Vera, Ron Jarzombek, Joe DiBiase und Mark Zonder, sind hier auch Steve Di Giorgio, Sean Malone und Schlagzeug-Legende Thomas Lang zu hören. Das tut den Songs merklich gut und sorgt auch dafür, dass "Winter Ethereal" nicht nur nach FATES WARNING klingt.

Das folgende 'Wrath Of The Universe' ist dann einer der ganz großen Höhepunkte. Der treibende Acht-Minüter lebt hier ganz besonders von Archs magischer Vocalperformance. Der "strange voices speak in tongues"-Part macht mich jedes Mal wieder fertig. Und auch sonst geht John Arch hier an seine Grenzen und darüberhinaus. Und das im allerbesten Sinne. Danach braucht man etwas Zeit, um zu regenerieren und diese bietet das völlig traumhafte 'Tethered'. Dieser melodisch-melancholische Edelstein geht so dermaßen unter die Haut, totaler Wahn. Dabei braucht diese Komposition ein paar Durchgänge mehr, um auf sich aufmerksam zu machen, doch wenn sie einen packt, dannn so richtig. Wenn Arch singt "you said what's meant to be - we'll always find a way - but it wasn't meant to be this way" ist zumindest bei mir Gänsehaut garantiert.

'Straight And Narrow' dürften die meisten von euch bereits gehört habe. In seiner Geradlinigkeit und Härte ein ziemlich ungewöhnlicher Song auf "Winter Ethereal", der dem Album aber eine tolle Dynamik gibt und zudem von den famosen Leads von Jim Matheos getragen wird. Überhaupt dürften sich die (wenigen) Kritiker von "Sympathetic Resonance" hier deutlich wohler fühlen. Die Stakkato-Riffs, die es dort häufig gab, sind hier gänzlich verschwunden und auch die Produktion hat insgesamt mehr Luft zum Atmen und drückt nicht mehr so massiv wie auf dem Vorgänger. Mich hat beides nie gestört, aber wem dies ein Dorn im Ohr war, der dürfte hier und heute mehr Freude an ARCH/MATHEOS haben.

'Pitch Black Prism' hätte auch 'Pitch Black Spiral' heißen können, solch ein emotionaler Strudel tut sich hier auf. Wenn man die Geschichte um die russischen Musiker in Tschernobyl kennt (mehr im Interview - PK), versteht man, warum der Song John Arch zu Höchstleistungen treibt. Diese Gesangslinien sind auch einfach nicht von dieser Welt. Das gilt auch für das wundervolle Solo von Jim Matheos in 'Never In Your Hands', das nach etwas mehr als vier Minuten den bis dahin bereits großartigen Song noch besser macht.

Das Beste kommt allerdings zum Schluss. Die 13-minütige Liebeserklärung an (Haus)Tiere mit dem Namen 'Kindred Spirits' ist dermaßen over the top großartig, dass mir schon ein bisschen die Worte fehlen. Kompositorisch und textlich ist das einfach wunderschön, jedes Zahnrädchen greift ins andere, der Spannungsbogen ist sensationell, die Gitarrenarbeit einmal mehr wahnwitzig und wenn John Arch singt "wherever this broken road divides from here, we ride together" tanzen die Puten auf der Pelle im Gleichschritt.

Es ist schon fast bizarr, dass ich "Sympathetic Resonance" auch heute noch 10 Punkte geben würde und "Winter Ethereal" dennoch deutlich besser finde und zwar in wirklich jeder Hinsicht. Ich kann mir heute kaum vorstellen, wer in nächster Zeit ein besseres Album veröffentlichen könnte. Dies ist die Messlatte für 2019, für FATES WARNING und für Progressive Metal im Allgemeinen. Ein Meilenstein.


(P.Kubaschk/powermetal.de -10/10)

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