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ROSENKREÜTZ

Divide Et Impera

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  • 31084
  • ROSENKREÜTZ
  • CD
  • PROGRESSIVE
  • 10.07.2020
Tipp des Monats 07/2020 - www.babyblaue-seiten.de Røsenkreütz ist ein Musikprojekt von Fabio... mehr
Tipp des Monats 07/2020 - www.babyblaue-seiten.de

Røsenkreütz ist ein Musikprojekt von Fabio Serra, der - um alle einschlägigen Mutmaßungen und Andeutungen zusammenzufassen - seit ca. 1990 die Factory Sound Studios in Verona betreibt und von dort aus seither für unzählige Pop- und Eurodance-Produktionen verantwortlich zeichnete. Trotz dieser eher merkwürdigen Ausrichtung hat Serra dem Vernehmen nach tatsächlich einen Prog-Hintergrund und spielte Anfang der 1990er Jahre noch gemeinsam mit DFA-Keyboarder Alberto Bonomi in einer Genesis-Coverband. Insofern sind die Alben von Røsenkreütz - dem hier besprochenen "Divide Et Impera" ging 2014 ein erstes Album namens "Back To The Stars" voraus - wohl die sprichwörtliche Rückkehr zu den Wurzeln. Oder zumindest fast, denn allzu britisch klingen Røsenkreütz auf "Divide Et Impera" nicht unbedingt.

Vielmehr hat dieses Album in Gänze einen sehr "amerikanischen" Charakter, und das gilt für die eingängigeren wie für die komplexeren Passagen. Zu ersteren gehört glasklarer AOR wie in "True Lies", und die balladesk gestimmten Nummern "The Candle In The Glass" und "Sorry And" verzichten interessanterweise überwiegend auf Pathos, sondern stellen sich - überwiegend mit Klavier und A-Gitarre bestritten - vergleichsweise bodenständig und bluesig, wenn auch nicht unbedingt spektakulär dar. Das Gegenteil gilt dann für die verspielteren Sachen: "Imaginary Friend" liegt ziemlich nah bei Kansas und bietet bei flottem und hartem Rock ebenso markantes Zusammenspiel von Gitarre und Streichinstrument (hier: Bratsche) wie ehedem in "Belexes" oder "The Lightning‘s Hand". Getoppt wird das jeweils - übrigens auch schon in "True Lies" - durch ausgefallene Gesangsarrangements jenseits von Queen.

Auch der Opener "Freefall" deckt ein ziemliches Spektrum ab: Hier finden sich nervös-krumme Fanfarenmotive ähnlich zu UKs "In The Dead Of Night" (aber viel, viel fröhlicher) ebenso wie eine "The Angry Young Man" von Styx entlehnte Bridge, ein sehr ausladender und überraschenderweise noch weiter gesteigerter Refrain und Instrumentalpassagen, die an zeitgenössischen Mainstream-Prog à la Pattern-Seeking Animals oder The Mute Gods erinnern. Klanglich weniger auffällig, aber ebenfalls interessant sind "I Know I Know" und "Aurelia", die weitaus moderner und kühler produziert sind und auch vor zirpender Synthetik und Loop-Einwürfen nicht zurückschrecken. "Aurelia" fällt dabei düsterer und spukiger aus, wohingegen "I Know I Know" eher auf Breitwandsound setzt, zudem noch einen beachtlichen Refrain (von dem ein Durchgang auch schon eine gute Minute dauert...) aufweist und zuletzt noch einen Zwischenpart mit FloKi-artigem verfremdetem Sprechgesang bietet.

Nach dieser ziemlich akkuraten Mischung aus Hochglanz-AOR, erdigem Blues und Retroprog ohne Vintage-Ambitionen gibt‘s schließlich mit "The Collector" noch ein weiteres Sahnehäubchen. Am Anfang steht hier wiederum so ein krumm-nervöses Motiv auf Gitarre, Bratsche, Orgel, Synthesizer und Keyboard-Orchester, ehe es eher atmosphärisch losgeht, sich dann aber wieder in die rockige Kansas-Richtung steigert. Nach diesem liedhaften Anfang folgen erst dramatisch-atmosphärische Abschnitte mit vielfältigen Soli, im Mittelteil wird‘s kurzzeitig balladesk - bis um 10:20 plötzlich ein (natürlich vom Text motivierter) Ausbruch folgt, der erst hektisch mit martialischen Soundeffekten beginnt, sich dann aber in flottem Boogie verstetigt - zumindest vorerst, denn später ertönt dieser Rhythmus im Wechsel mit kurzen balladesken Einwürfen. Den Abschluss bestreiteen Røsenkreütz dann einerseits mit Verlangsamung und wehmütiger werdender Stimmung, andererseits mit sich erhebendem Falsettgesang - ganz am Schluss gibt‘s dann aber doch noch einen ziemlich flotten, beinahe schon metallischen Ausbruch, der schließlich in die Wiederaufnahme der Hektik vom Anfang mündet. So schließt sich dann der Kreis.

Kurzum: Die Arbeit von Serra und Kollegen (bei denen es sich allerdings mit Ausnahme von Methodica-Sänger Massimo Piubelli offenbar vornehmlich um versierte Sessionmusiker handelt) kann sich auf "Divide Et Impera" definitiv hören lassen. Die Professionalität des Produzenten und Hauptverantwortlichen merkt man dabei einfach an allen Ecken und Enden: Die Arrangements sind überaus ausgefeilt, die Instrumentalarbeit ist souverän, die Soli sind geschmackvoll. Auch der Gesang fällt - trotz gelegentlich leichtem Akzent - ziemlich makellos aus, und die Produktion ist sowieso sauber, nuanciert und druckvoll zugleich. In Gänze ist "Divide Et Impera" somit ein ziemlich gewichtiges Paket, dessen eigentlich spezifisch amerikanische Mischung aus AOR und Prog auf beachtlichem Niveau rangiert. So weit müssen Kansas mit dem für Ende Juni angekündigten "The Absence Of Presence" erst mal kommen...
Review: Gunnar Claußen/BBS - 12/15 Punkten
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