WOBBLER

Dwellers Of The Deep Digipak

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  • 31464
  • WOBBLER
  • CD
  • PROGRESSIVE
  • 23.10.2020
Die Gruppe wurde 1999 in Hønefoss gegründet und durch Bands wie Gentle Giant, King Crimson,... mehr

Die Gruppe wurde 1999 in Hønefoss gegründet und durch Bands wie Gentle Giant, King Crimson, Genesis oder Anekdoten beeinflusst. Wobbler veröffentlichten 2003 zwei Demo-Aufnahmen im Internet, die in der internationalen Progressive-Rock-Szene großen Anklang fanden. Es folgten Einladungen zu diversen Festivals und erste Berichte in den Fanzines der Szene. Im Jahr 2005 brachten die Musiker um Keyboarder und Mastermind Lars Fredrik Frøislie ihr erstes offizielles Album 'Hinterland' heraus. Die Kompositionen und der Sound von Wobbler orientieren sich überaus deutlich an den klassischen Progressive-Rock-Bands der 1970er Jahre. Die Musiker legen verstärkt Wert auf die Verwendung von Original-Equipment aus den 1970ern, u. a. Rickenbacker-Bass, Mellotron, Hammond-Orgel, Hohner Clavinet, Fender Rhodes, Moog-Synthesizer und ARP Solina String Ensemble. Und so ist es auch auf dem mittlerweile fünften Album der Band das be idem das Tracklisting schon erahnen lässt dass es ins episch, breite geht.



"Dwellers Of The Deep" ist bereits das fünfte Album der norwegischen Symphonic-Prog-Rock-Freaks von WOBBLER, die sich einmal mehr keine Blöße geben und mit altbekanntem, analogen Instrumentarium so zauberhaft beseelt - oder einfach losgelöst? - musizieren, dass die meist sehr langen Lieder vergleichsweise frisch und kurzweilig klingen.

Natürlich ist der zugegebenermaßen irgendwie auch ziemlich engstirnige Ansatz, sich nur auf die goldene Ära des "echten", weil damals wirklich noch im Wortsinne "progressiven" Prog Rock zu besinnen und sie musikalisch zum - wobbelnden! - Leben zu erwecken, eine Frage des Geschmacks. Was für die einen nervigem Gedudel ohne Ende gleichkommt, klingt in den Ohren der Anderen wie eine abenteuerliche Zeitreise, die handwerklich nahezu perfekt und musikalisch schlichtweg traumwandlerisch geraten ist.
Die mitunter herausragende Qualität der WOBBLER’schen Long Tracks wird vor allem dann offensichtlich, wenn im Rausch der Musik alle Stil- und Zeitfragen in den Hintergrund - ins Hinterland?! - zurückweichen, und die Band im besten Wortsinne einfach SPIELT - und dabei an die floydigen (The) Brimstone (Solar Radiation Band) erinnert, die sich auf ähnliche Weise in ihrer eigenen kunterbunten Musikwelt verlustieren konnten. Bei WOBBLER stehen wohl eher King Crimson oder Gentle Giant für die phantasievoll hier- und dorthin fließenden Kompositionen Pate, doch das interessiert bei "Dwellers Of The Deep" ohnehin nur am Rande, denn das Quintett entführt in seine eigene Welt, genauer gesagt in helle wie düstere Seelenlandschaften, die mit dem WOBBLER seit ehedem eigenen Spielwitz erkundet werden.
Wer befürchtet, dass Tasten-Tausendsassa und Orgel-Sammler Lars Fredrik Frøislie dabei die Bodenhaftung verliert und sich zu stark in den Vordergrund spielt, der tut dem Ausnahme-Musiker Unrecht, denn WOBBLER präsentieren sich einmal mehr als Band, in der sich die einzelnen Musiker unablässig die Bälle zuspielen und als Mannschaft auftrumpfen. Es spricht für die Truppe, dass sie vor dem grandiosen 19-minütigen Finale "Merry Macabre" (Morte, anybody...? Und ja, auch Landberk-Fans kommen auf ihre Kosten!) mit "Naiad Dreams" eine ruhige, atmosphärisch dichte Nummer platziert. In distanzierten Zeiten ist das Träumen ja (noch) nicht verboten, und ich dürfte wohl kaum der einzige sein, der sich aufs Mellotronen-Boot wünscht, um diese Nummer dort serviert zu bekommen. Der Köder ist ausgeworfen...

FAZIT: Wer WOBBLER einen Vorwurf machen möchte, der kann sicher behaupten, dass die Band auf "Dwellers Of The Deep" wenig Überraschendes abliefert und sich ziemlich einseitig auf jene genannte Ära konzentriert. Das stimmt ebenso wie die Feststellung, dass sich die Norweger in diesem Genre mit einer erfrischenden Selbstverständlichkeit bewegen und kompositorisch mit allen Wasser gewaschen sind, zudem mit hörbar viel Liebe zu Werke gehen und somit auch Musikliebhaber mit einem Faible für die Early Days of Prog Rock ganz sicher begeistern werden. (Thor Joakimsson/musikreivews.de - 13/15)

 



If there is one band who has captured the sound of the golden age of Progressive Rock (1969 – 1975) without sounding regressive or copycat, it is the Norwegian band Wobbler.


The band has always had an energetic and youthful approach to the classic prog era, and has managed to blow new life into the genre. Wobbler´s fifth offering is an exciting blend of carefully planned and jammed material that encompasses everything the band has done up to now. Dwellers Of The Deep consists of four distinctive pieces and is a broad looking glass into Wobbler´s creative whims and playful exuberance. The album showcases the band´s mastery of dynamics and flow, with passages and themes veering from the scenic and serene to the downright rocking. On the final track, Wobbler is in full blast, with a 19 minutes suite taking the listener through aspects of the darker sides of Wobbler´s sound. The lyrical themes on the album deals with human emotion, and the ongoing struggle between juxtaposed forces within the psyche. An introspec tive voyage among the realms of memories, feelings and instincts, where the light is brighter, and the dark is darker. The concepts of wonder, longing and desperation permeates the histories told, and the currents from the deep are ever present. The production is open, detailed, warm and punchy, making the soundscape put together by the now seasoned sound alchemist Lars Fredrik Frøislie to an aural feast. New musical directions further the quintet’s burgeoning aural idiosyncrasies and solidify the band stature as one of the most exciting and interesting bands on the global music scene, independent of genre.


Tracklist 1. By the Banks 2. Five Rooms 3. Naiad Dreams 4. Merry Macabre

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